Der gestörte Bauablauf
Bei nahezu jedem Bauvorhaben kommt es zu Bauzeitverzögerungen, Behinderungen und Unterbrechungen, die aus unterschiedlichen Verantwortungsbereichen resultieren. Das birgt ein großes Streitpotential zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und anderer am Bau Beteiligter. Häufig führt dies zu langjährigen Rechtsstreitigkeiten.
Die Anforderungen des BGH an den Tatsachenvortrag des Auftragnehmers sind hoch. Muss er substantiiert einerseits zu den durch die jeweiligen Störungen entstandenen Behinderungen seiner Leistung vortragen, andererseits, welche vorgesehenen Bauarbeiten ihretwegen (über welchen Zeitraum hinweg) nicht oder nicht in der vorgesehenen Zeit durchgeführt werden konnten und wie sich die Verzögerungen konkret auf die Baustelle ausgewirkt haben. Mindestens genauso hoch sind die Anforderungen zur Höhe der verlangten Vergütung/Entschädigung/Schadensersatz.
Das Seminar vermittelt die juristisch fundierte Grundlage anhand der einschlägigen Anspruchsgrundlagen, um bauablaufbedingte Ansprüche materiell-rechtlich präzise zu prüfen und prozessual effektiv durchzusetzen oder abzuwehren.
